Nur Mittelmaß?
2012-08-05
( Anaheim / CA ) Noch 2 Wochen sind es bis zum Draft in der NFHL. Und im September geht es dann ins Trainingscamp. Allerdings dürfte dem Team ein hartes Jahr bevorstehen.
Ein Blick auf den aktuellen Kader zeigt, dass man in diesem Jahr eher im Mittelfeld der Liga spielen wird. Eine neue Topsaison scheint irgendwie nicht erreichbar zu sein. Das Management tätigte viele Trades, die das Team allerdings eher schwächer machten. Auf die Leistungsträger wird viel Arbeit kommen. Hinter zu vielen Spielern stehen zu viele Fragezeichen.
Werfen wir einen Blick auf das aktuelle Team . Coach MacLean gab allerdings an, dass das Team noch mit 1-2 UFAs verstärkt werden soll. Allerdings eher im Bereich der Bottom-6.
DER ANGRIFF:
T.J. Oshie:
Nach 65 und 60 Punkten in den Vorjahren für die Penguins folgte ein Seuchenjahr mit nur 34 Punkten. Oshie gilt als Powerforward der physisch spielt und defensiv hervorragend spielt. Im kommenden Jahr muss er wieder zu alter Stärke finden um mit dem Team erfolgreich zu sein. MacLean sollte Oshie zudem wieder Powerplayzeit geben um den Offensivmotor anzuwerfen.
David Krejci:
Der junge Tscheche kommt von den Redwings, wo er in den letzten Jahren im Schnitt über 50 Punkte markieren konnte. Er wird wohl Anaheims zweite Reihe centern. Dort sollte er seine Punktausbeute halten oder noch besser, erhöhen! Krejci gilt als starker Playmaker, allerdings muss er konstanter werden.
Steven Stamkos:
Er ist zurück!!! Aufatmen bei den Fans. Die Rückkehr des Star-Centers ist ein Lichtblick in Anaheim. Der 22jährige wird im kommenden Jahr als Nummer-1-Center viel Arbeit haben und wird beweisen müssen, dass er ein echter Leistungsträger ist. Sein 19 Millionen Dollar Vertrag erhöht den Druck. MacLean ist überzeugt, dass Stamkos im kommenden Jahr seinen Durchbruch feiern wird.
Gabriel Landeskog:
Evgenie Malkin und Matt Read für Gabriel Landeskog. Viele staunten nicht schlecht ob dieses Trades der Ducks mit den Flyers. Der junge Schwede steht enorm unter Druck, denn die Erwartungen sind enorm an den 19 jährigen. Landeskog gilt als Komplettpaket, dem Experten eine große Zukunft vorhersagen. MacLean kündigte an, dass Landeskog in der Top-6 gesetzt ist.
Jason Pominville:
Der 30jährige Amerikaner ist seit Jahren eine zuverlässige Offensivwaffe. Zudem spielt er immer wieder hervorragend im Penaltykilling. Pominville ist ohne Zweifel ein ein Eckpfeiler des Teams. Auch im kommenden Jahr wird er viel Verantwortung tragen.
Michael Ryder:
Viele Fragezeichen stehen hinter dem All-Time-Leader der Ducks. Nach 2 mageren Jahren in der vierten Reihe der Ducks sieht Coach MacLean ihn in der Top-6 und glaubt Ryder kann sich wieder rehabilitieren. Viele zweifeln daran. Kann man nach 2 Jahren mit nur jeweils 10 Toren zurückkommen und an alte Zeiten anknüpfen? Ryder wird viel beweisen müssen.
Tyler Bozak:
Bozak konnte zwar im Vorjahr nicht an seine Rookiesaison anschließen, legte aber insgesamt eine sehr gute Runde aufs Eis. Er war besonders im Powerplay ein wichtiger Part. Mit Stamkos und Krejci im Nacken könnte es aber sehr schwer werden für Bozak Powerplayeiszeit zu bekommen. Eine hohe Punktausbeute erscheint zweifelhaft in Reihe 3.
Craig Adams:
Adams wurde als Defensivspezialist geholt. Er soll besonders in der Checkingline und im Penaltykilling Tore verhindern. Offensivakzente sollten nicht erwartet werden.
Jim Slater:
Auch Jim Slater wird mehr im Tore-verhindern als im Tore-schiessen eingesetzt werden. Sein Platz wird in Reihe 4 sein mit Einsatzzeit im Penaltykilling.
Jake Dowell:
Dowells Aufgabe wird es sein die Mitspieler etwas in der Eiszeit zu entlasten. Ausser in Reihe 4 wird er wohl kaum Einsätze erhalten.
Im Angriff sind somit noch 2 Spots frei. Ob MacLean diese mit Rookies füllen wird oder ob er weitere Veteranen holen wird ist noch offen. Insgesamt fehlt dem Team Tiefe und das gewisse Etwas im Angriff. Viele Spieler müssen über sich hinauswachsen und sich teils deutlich steigern.
DIE ABWEHR:
Shea Weber:
Der Captain des Teams wird noch mehr Verantwortung übernehmen müssen, als im Vorjahr. Noch mehr offensive Akzente setzen müssen. Weber hat alles um das Team zu pushen . Im Vorjahr konnte er seine Torausbeute deutlich steigern. In diesem Jahr muss er allerdings seine Punktausbeute noch weiter ausbauen. Er wird die Nummer 1 im Powerplay sein.
Fedor Tyutin:
Tyutin soll Weber im Powerplay und im Spiel nach vorne zur Seite stehen. Der Russe überzeugte im Vorjahr wieder als starker Passgeber. Allerdings mangelte es an der eigenen Abschlußstärke. Insgesamt wird Tyutin ein wichtiger Part in der Defense sein, wenn er seine Allstarleistung des Vorjahres wiederholt.
Zach Bogosian:
Mit Bogosian holten die Ducks einen sehr talentierten Defender, der auf den großen Durchbruch wartet. In Pittsburgh wollte es nicht gelingen. Nun möchte Bogosian in Anaheim beweisen, dass er das Zeug zum Stardefender hat. Er wird mehr Verantwortung und mehr Eiszeit bekommen.
Mike Komisarek:
Eher fürs Grobe und für das Penaltykilling wird Mike Komisarek in Anaheim eingesetzt werden. Er soll mit seiner Erfahrung für Stabilität sorgen.
Ladislav Smid:
Smids Rolle wird im Team wohl weiter ausgebaut werden. Er soll vor allem im Penaltykilling für Sicherheit sorgen, könnte aber auch im Powerplay Eiszeit sehen…mangels Alternativen!
Derek Morris:
Die Aktien von Morris sinken und sinken. Der einstige Offensivmotor stottert unüberhörbar. Morris wird immer mehr zum Defensivverteidiger. Seine Eiszeit wird wohl merklich sinken, wenn er nicht die Kurve kriegt.
Rob Scuderi:
Mit Scuderi kommt ein weiterer Defensivdefender ins Team. Er wird wohl die undankbare Rolle des Defenders Nummer 7 übernehmen.
DAS TOR:
Craig Anderson:
Der MVP des Teams der letzten zwei Jahre muss sich warm anziehen. Hinter ihm drängt der junge Cory Schneider, der ihm die Position im Tor streitig machen möchte. Anderson ist der erste Goalie der Ducks, der die 100-Siege-Marke knacken konnte. Und er möchte noch weitere Siege mit dem Team einfahren. Hoffen wir, dass die Konkurrenz belebt!
Cory Schneider:
Im Vorjahr zeigte Schneider, dass er die Ambitionen hat (und das Können ) den Nummer-1-Job im Tor zu übernehmen. In den Playoffs verdrängt er dann den strauchelnden Anderson. Wird ihm dies auch in der kommenden Runde gelingen? Anderson wird den Platz sicher nicht kampflos abgeben.
Das Team besteht in diesem Jahr aus vielen Arbeitern. Einige junge Talente warten auf den Durchbruch. Ob das aber reicht um in die Playoffs zu kommen? Es bleiben viele offene Fragen und wir hoffen, das Team bricht nicht völlig ein!
