• NFHL - National Fantasy Hockey League

Dicke Luft in Columbus

2008-12-13

Bei den Blue Jackets brennt zur Zeit die Luft

Nach der fantastischen Saison 10 müsste bei den Blue Jackets aus Columbus eigentlich jeder glücklich über das Franchisegelände schweben. GM Pohl wurde von seinen Kollegen zum GFHL GM der Saison gewählt, Coach Lindy Ruff gewann den Jack Adams Award, Supertalent Paul Stastny die Calder Trophy, man schloss die Saison mit 93 Punkten und damit dem besten Ergebnis der Franchisegeschichte ab und erreichte am Ende sogar das Conference Final.

Aber weit gefehlt. Bei den Blue Jackets brennt zur Zeit der Baum.
Hintergrund der Krise ist wohl die Veröffentlichung des Finanzberichtes aus der letzten Saison.

Nach Angaben der Ohio Times wurde GM Dirk Pohl nach Bekanntwerden der Daten zum Besitzer der Blue Jackets, John B. McConnell zitiert. Dieser soll mit dem GM "erste Worte" gewechselt haben, wie es die Times wohl eher höflich formulierte. McConnell, dem in Ohio mehrere Firmen gehören, hatte Pohl damals geholt, um vor allem die immer angespannte Finanzlage besser in den Griff zu bekommen. Mehrere Geschäftspartner und ehemalige Angestellte von McConnell beschreiben Ihn als absoluten Betriebswirtschafts-Freak. Wie die Times weiter berichtet, musste Pohl ausführlich Stellung zu dem nach Ende der Saison eingefahrenen Verlust in Höhe von ca. 4,6 Mio. Dollar nehmen.

Wenn man einem Insider glauben kann, so konnte auch der am Ende eingefahrene Gewinn i.H.v. 3,35 Mio. Dollar durch das Erreichen des Conference Finals Mr. McConnell nicht beruhigen. McConnell gilt als absoluter Verfechter der Maximin-Regel und dürfte daher in keinster Weise bereit sein Risiken einzugehen. Nach seiner Auffassung konnte Pohl weder von einem Zuschauerschnitt von über 18.000 Besuchern noch vom Erreichen der Playoff's ausgehen und hat somit die Franchise durch sein riskantes und spekulatives Management in höchste Gefahr gebracht. Im Gespräch soll GM Pohl McConnell bereits seinen Rücktritt angeboten haben. Die Reaktion darauf ist bisher nicht bekannt. Die Times vermutet in Ihrem Bericht das Owner McConnell vor der Annahme des Rücktrittes sich nun erst selbst ein Bild von der Finanzlage der Franchise machen wolle um Pohl gegebenenfalls bei einer noch größeren Lücke nicht aus der Verantwortung zu nehmen. Was dies allerdings für die aktuelle Situation bedeutet (z.B. UFA-Markt) ist noch völlig ungewiss.

Maßnahmen nach dem Vorbild von GM Braun können aber wohl ausgeschlossen werden.

Weder John B. McConnell noch GM Dirk Pohl waren am heutigen Tag zu einer Stellungnahme bereit.