• NFHL - National Fantasy Hockey League

Las Vegas vor den Playoffs

2012-04-02

 

( Las Vegas/NV ) Es ist vollbracht.  Die Las Vegas Smokin‘ Aces haben zum zweiten Mal in Folge den Einzug in die Playoffs der NMHL geschafft. Zum Saisonabschluß gab es noch einmal einen Sieg und so geht man nun mit gutem Gefühl und viel Motivation gegen die „fast“ übermächtigen Bakersfield Barbarians.  Zwar konnte man die Saisonserie mit 3:2 Siegen für sich entscheiden, in den Playoffs ist das aber nichts mehr wert.

Bevor es losgeht blicken wir auf die Hauptrunde zurück und nehmen das Team etwas genauer unter die Lupe.

Top Topline:

Las Vegas Topreihe wurde ihrer Aufgabe vollkommen gerecht. Das Duo Tim Sestito und Chris Terry wirbelten nach Belieben durch des Gegners Reihen. Der dritte im Bunde war Dan DaSilva. Er ist der dienstälteste Spieler  und war bereits in San Diego auf dem Eis. DaSilva legte, quasi im Schatten der großen Zwei, die beste Saison seiner Karriere hin. Er konnte am Ende 27 Tore und 32 Vorlagen verbuchen. 30 seiner Punkte erzielte er im Powerplay. ( 16T/14A)

Unbestrittener Topspieler der Smokin‘ Aces war aber Tim Sestito. In vielen Bereichen war er der Topspieler des Teams! Sestito erzielte einen neuen Franchiserekord mit 107 Punkten. Er schoss 40 Tore und legte 67 weitere auf. Trotz 118 Hits kam Sestito nur auf 8 Strafminuten. Seine 54 Powerplaypunkte waren auch mit Abstand die meisten. Teamintern war er ebenfalls am Bullypunkt eine Macht. Der Wahl zum Team-MVP wird wohl klar an ihn gehen.

Sestitos Erfolg hängt ganz klar mit Chris Terry zusammen. Terry seinerseits legte ebenfalls eine Fabelsaison hin. Am Ende war er mit 91 Punkten zweitbester Scorer im Team. Mit 41 Toren war er sogar teamintern Bester. Im Powerplay erzielte Terry 48 Punkte.

Euro Youngster :

Die zweite Reihe der Smokin‘ Aces war über weite Strecken eine reine Euroreihe. Teamcaptain Anton Lander sorgte mit den Finnen Antti Tyrväinen und Janne Pesonen für Aufsehen. Später ersetzte Matt Read den Finnen Pesonen in der Reihe.

Topspieler der Reihe war der junge Schwede Anton Lander. Er wurde mit seinen 80 Punkten am Ende drittbester Scorer im Team. Der 20jährige war ein würdiger Teamcaptain. Er erzielte starke 36 Tore und war offensiv, wie defensiv einer der besten im Team. Seine erste Runde in Nordamerika ist also gelungen.

Für die physische Komponente in der Reihe sollte Antti Tyrväinen sorgen. Am Ende war er einer der Top-10 Rookies der Liga. Er brachte Grit und scorte zudem regelmässig, was seine 20 Tore und 43 Assists belegen.

Janne Pesonen ging neben den beiden etwas unter und verlor sich etwas. Am Ende fand er sich fast durchgehend auf der Tribüne wieder. Am Ende erzielte er 24 Punkte ( 10T/14A ) in 61 Spielen.

Besser lief es da für Matt Read. Read spielte fast die gesamte Runde in Reihe 4. Im letzten Viertel wechselte er in Reihe 2. Seine 14 Punkte ( 6T/8A ) hauen niemanden vom Hocker, doch 11 der Punkte erzielte er in den letzten 20 Spielen. Zudem kam die Reihe mit ihm aus der negativen Plus/Minus-Statistik heraus .

Hit’n’Grit:

Las Vegas Checkingline bestand aus Mike Duco, Ray Kaunisto und Brad Mills. Die Drei sollten die gegnerischen Toplines stören. Das gelang mehr oder weniger erfolgreich. Dafür brachte die Reihe ausreichend Grit ins Spiel und gerade Mills und Duco setzten offensiv auch Akzente.

Center Brad Mills konnte , dank gutem Powerplayspiel, 50 Punkte einbringen. Dabei erzielte er gute 22 Tore. Knapp die Hälfte aller Punkte erzielte Mills im Powerplay. Leider war er mit -11 schlechtester Forward im Team.

Toughguy Mike Duco bewies wiedereinmal, dass er auch torgefährlich ist und das Team offensiv gut unterstützt. Immerhin 31 Punkte erzielte er. Zwei Punkte in Unterzahl. Mit seinen 16 Toren war er 7. Im Team.

Ray Kaunisto rundet das Trio ab. Seine Saison war wenig spektakulär . Er spielte solide, aber nicht auffällig.

Solid Depth:

Die vierte Reihe der Smokin‘ Aces bestand mit Zack Sill, Brandon Bollig und John Kurtz aus Arbeitern. Die Reihe spielte solide und Kurtz brachte sogar offensiv noch etwas Schwung.

Zack Sill spielte neben der vierten Reihe auch im Penalty Killing. Er war nur einer von 6 Spielern, die die komplette Runde spielten. Sill konnte trotz arg limitierter Eiszeit solide 21 Punkte ( 10T/11A ) erzielen. Er war damit punktbester Spieler der Reihe.

Brandon Bollig erzielte 14 Punkte und spielte eine stark defensive Rolle. Und das machte er gut.

Nachdem Read in Reihe 2 wechselte kam John Kurtz ins Team. Kurtz spielte nur 23 Partien, zeigte dort aber für einen 4th-Liner eine gute Offense. In seinen 23 Spielen erzielte er immerhin 10 Punkte ( 6T/4A )

Licht und Schatten in der Defense:

Die Defense der Smokin‘ Aces durchlebte viele Veränderungen. So spielten dort insgesamt 9 Defender.

Einen Kurzauftritt hatte Ryan McDonagh. Er spielte die ersten 9 Partien der Saison und erzielte dort 9 Punkte. Dann kam der Call Up der Ducks und McDonagh erspielte sich einen Stammplatz in der NFHL.

Die Enttäuschung der Saison und zum Ende hin Tribünengast war Brad Lukowich. Der älteste und erfahrenste Spieler war zugleich auch der schwächste. Er erzielte magere 10 Punkte und mit -12 war Lukowich der schlechteste im Kader.

Vor einigen Jahren war er noch der Star in San Diego als er 19 Tore und 50 Assists verbuchte. Die Rede ist von Denis Grebeshkov.  Im Jahr darauf erzielte er für die Ducks 19 Tore und 47 Punkte. Im letzten Jahr war er noch für Montreal unterwegs. Und nun? 37 Spiele, 12 Punkte, -10 ! Was für ein Einbruch. Grebeshkov spielte katastrophal und war größtenteils Scratch. Seine Zeit scheint gezählt…

Der mit Abstand beste Defender war Frederic St. Denis. Er war im Powerplay stark und überzeugte mit 36 Punkten ( 5T/31A ) sowie mit einem +12. St. Denis wird sicherlich noch mehr Verantwortung bekommen.

Eine gute erste Saison in Nordamerika zeigte der 19jährige Schwede Patrick Nemeth. Nemeth ist als beinharter Defensivverteidiger bekannt. Trotzdem erzielte er 20 Punkte in der abgelaufenen Saison. Zudem blockte er die meisten Schüsse im Team ( 102 ) .

Sami Vatanen startete die Saison sehr stark. Er war offensiv der beste Defender. Eine längere Verletzung brachte ihn dann komplett aus der Bahn. Die Leistungen des Vorjahres konnte er leider nicht bestätigen. Er kam am Ende nur auf magere 19 Punkte. Zu wenig für einen Offensivverteidiger! Wir sind gespannt, wie er im kommenden Jahr antwortet.

Der Russe Maxim Chudinov vertrat in weiten Teilen Grebeshkov. Und er machte seine Aufgabe gut. In 36 Partien erzielte er 18 Punkte. Es wäre nicht verwunderlich, wenn er komende Runde komplett spielt.

Drew Bagnall spielte eine starke Runde. Er kam zwar nur auf 18 Punkte, zeigte aber das beste Defensivspiel aller im Team. Seine +14 war Teambestwert! Er und St. Denis waren das mit Abstand beste Defensivduo im Kader.

Eher als Vertretungsspieler gedacht konnte Evgeny  Ryasensky ähnlich wie Chudinov voll überzeugen. In nur 36 Spielen kam er auf gute 17 Punkte. Ebenso war er einer der besten im Powerplay.

Unerfahren und erfolgreich:

Im Gegensatz zum Vorjahr spielten in diesem Jahr in Las Vegas ein recht unerfahrenes Goalie-Trio. Dennoch waren Jakub Stepanek, Carter Hutton und Cam Talbot als Team erfolgreich unterwegs.

Der Tscheche Jakub Stepanek übernahm die Rolle des Starters von Dany Sabourin. Im letzten Jahr war er noch Back Up. Nach leichten Startproblemen etablierte Stepanek sich und zeigte im Team die besten Leistungen. In den Kategorien Fangquote ( 91% ) , Gegentore ( 2,99 ) und Siege ( 25 ) war er in der Top-10 der NMHL!  Noch ist fraglich, ob er wiederkommt oder nach Russland geht.

Carter Hutton startet die Saison grandios, rutschte dann aber immer weiter ab. Er etablierte sich aber als klare Nummer 2. Am Ende konnte er 15 von 29 Starts gewinnen. Seine Gegentoreschnitt von 3,40 lässt aber keine Jubelstürme zu.

Die Nummer 3 im Tor ist Cam Talbot. Er war leider nicht so souverän im Tor. 3,78 Gegentore fing er und war damit der schlechteste im Team. Insgesamt eine miese Runde.

Wir freuen uns nun auf die Playoffs!