Stanley Cup finding its way to the cold north?
2012-02-17Import und Export. Beide Bereiche kennt Daniel Alfredsson in Bezug auf die Edmonton Oilers nun genau, denn nachdem er aus Minnesota nach Alberta kam, konnte er nur neun Spiele mit, für seine Verhältnisse, wenig Eiszeit bestreiten. Mit nur mageren zwei Vorlagen auf dem Konto wurde der schwedische Flügelstürmer wieder 'exportiert' und gen Long Island geschickt. Im Gepäck war noch ein Draftpick für die Islanders, die im Gegenzug den Ukrainer Alexei Ponikarovsky nach Edmonton entsendeten.
"Ich denke, dass man das Ganze durchaus als Missverständnis ansehen kann. Daniel ist ein Routinier und absolut gestandener Spieler. Es hat hier einfach nicht gepasst. Wir dachten, wir würden weitere Qualität mit ihm gewinnen, aber wir haben aber keinen geeigneten Platz für ihn gefunden, wo er seine Qualität hätte ausspielen können. Ich denke, dass der Trade mit den Islanders für ihn als auch für uns die passende Lösung war", so GM Sebastian Edel zur Situation um Daniel Alfredsson.
Mittlerweile hat Neuzugang Ponikarovsky schon zwei Spiele für Copper & Blue bestritten und jeweils einen Treffer erzielt, aber einen Sieg konnte man in beiden Partien nicht verbuchen. Gegen die Toronto Maple Leafs unterlagen die Oilers im heimischen Rexall Place mit 3-4 ehe sie an gleicher Stelle auch gegen die Colorado Avalanche mit 4-5 nach Shootout verloren.
Passend zur kleinen Durststrecke haben die Oilers bereits einen weiteren Deal eingefädelt, den Headcoach Guy Boucher aber nicht als Reaktion darauf verstanden haben wollte: "Ja, wir haben nochmal eine Kaderveränderung vorgenommen, aber dies war unabhängig von den letzten Ergebnissen. Mit der nahenden Deadline war uns klar, dass es nicht mehr viele Möglichkeiten zum Handeln gibt. Mit Gregory Campbell kommt ein bully- als auch defensivstarker Stürmer zu uns, was nicht heisst, dass wir mit Eric Belanger oder Kyle Brodziak unzufrieden sind. Wir müssen aber auch auf Verletzungen vorbereitet sein und Campbell bietet uns hier jetzt umgehend einen Mehrwert, indem Brooks Laich wieder auf den Flügel wechseln kann, als auch eine Absicherung für die schwere Restsaison und eventuelle Play-Offs."
GM Edel beschrieb Campbell wiefolgt: "Er ist ein harter Arbeiter, der in allen Lagen einsetzbar ist, aber eben besonders in Unterzahl und am Bullypunkt seine Stärken zur Geltung bringen kann. Elf Tore und 21 Vorlagen in 56 Spielen bei einer Plus-Minus-Bilanz von +17 sprechen eine deutliche Sprache. Wir erhoffen uns von Gregory, dass er uns in vielen Bereichen besser macht und uns dem großen Ziel näher bringt. Er scheut vor Nichts zurück und wir scheuen uns auch nicht mehr zu sagen, dass wir ganz klar unsere Hände nach dem Stanley Cup ausstrecken wollen!"

Wenig Einsätze bislang für Shawn Thornton: Muss er Campbell weichen?
Noch ohne Campbell geht es morgen gegen die Vancouver Canucks und damit womöglich zur Wende hin zum Guten - aber nicht für alle Spieler, denn ein Spieler wird im 23er Kader der Oilers Platz für Campbell machen müssen. Der Bannstrahl scheint aktuell auf Shawn Thornton oder Tom Poti gerichtet, der als achter Verteidiger nur wenig Aussicht auf Einsätze hjat, während Thornton bislang nur in zwölf Partien auf dem Eis stand.