• NFHL - National Fantasy Hockey League

Oilers re-shaping their team - Risking success?

2012-02-09

Eine merkwürdige Phase liegt hinter den Edmonton Oilers, die zwar immer noch die Pole Position in der Western Conference als auch ligaweit einnehmen, aber dennoch deutliche Niederlagen zuletzt zu verkraften hatten. Verwirrend selbst sind die 4:7-Niederlage gegen San Jose als auch die 0:5-Pleite gegen Vancouver nicht, aber umso mehr die Umstände.


Wenige Tage vor diesen Spielen stieß mit Daniel Alfredsson ein neuer Stürmer zu den Edmonton Oilers, der dem Team mit individueller Klasse als auch seiner Erfahrung aus über 1000 NFHL-Spielen helfen sollte. Die erste Quittung gab es aber sogleich bei der schmerzlichen 4:5-Niederlage im heimischen Rexall Place gegen die Calgary Flames. Diesem Negativerlebnis schlossen sich die Partien gegen San Jose und Vancouver an ehe das All-Star-Break dem Ganzen vorerst ein Ende setzte.


Mark Streit und Patrice Bergeron verabschiedeten sich gen All-Star Wochenende in Ottawa und Headcoach Guy Boucher als auch General Manager Sebastian Edel saßen vor einem diese Saison ungewohnt dicken Fragenkatalog.


"Die Saison lief in großen Teilen absolut rund für uns bislang. Wir haben kaum eine Verletzung zu beklagen. Das Team arbeitet harmonisch und zielgerichtet. Taktische Anweisungen werden nicht nur befolgt, sondern auch gut umgesetzt und dann kommt mit Daniel ein neuer, hochklassiger Stürmer und wir agieren konzeptlos und unterliegen deutlich - ja teils desaströs", beschrieb Boucher die Situation.


Der Lösungsansatz der Oilers war für Alfredsson in der Folge hart, denn er wurde in die vierte Formation gesetzt und sieht dort bislang nur rund 10 Minuten Eis pro Spiel. Eine wenig befriedigende Situation für Spieler als auch Team, denn allen Beteiligten ist klar, dass hier noch Potenzial schlummert, aber die Mannschaft ist ohne Alfredsson in einer tragenden Rolle deutlich erfolgreicher. Ein deutlicher Beleg sind die fünf Siege am Stück nach dem All-Star-Break.


Wie sieht die Zukunft von Daniel Alfredsson in Edmonton nun aus? "Es ist schwer für uns da aktuell etwas dazu zu sagen. Wir haben uns mehr von Daniel versprochen und er kann auch mehr, aber aus unbekannten Gründen scheint es nicht zu passen. Bei entsprechender Nachfrage wären wir sicherlich zu Gesprächen bereit", so GM Edel zur Situation um den schwedischen Flügelspieler.
Während 'Alfi' das Team vielleicht sogar wieder verlassen muss haben zwei Spieler bereits die Reise nach Pittsburgh angetreten. Gestern schlossen die Oilers und Penguins einen Trade ab, der Bruno Gervais und Jason Strudwick mitsamt Minor Leaguer Gabe Guentzel und einem Draftpick nach Pittsburgh entsendet.


Neu im Kader der Mannschaft von Guy Boucher sind mit Jordan Leopold und Mattias Ohlund zwei Verteidiger. Ohlund lief diese Runde bereits für die Boston Bruins und Anaheim Ducks in 41 Spielen auf ehe er via Pittsburgh direkt nach Edmonton getradet wurde. Ohlund bringt, wie sein schwedischer Landsmann Alfredsson auch, über 1000 NFHL-Spiele an Erfahrung mit sich. Eingeplant ist er laut den Trainern aber vorerst aber nicht für die Stammformation.


Anders stellt sich die Situation für Jordan Leopold dar, der morgen gegen die Ottawa Senators sein Debüt für Edmonton feiern wird. Für Leopold sind die Oilers erst die dritte Station nach Chicago und Pittsburgh in seiner NFHL-Karriere, die bislang 784 Einsätze in der Regular Season aufweisen kann. Von Leopold erwartet man sich in Edmonton sowohl ein weiteres spielerisches Element in der Verteidigung als auch eine Menge Erfahrung für die Play Offs: Für die Blackhawks erzielte er seinerzeit das entscheidende Tor im Stanley Cup Finale gegen die New York Rangers.


Ob Tom Poti oder Theo Peckham morgen den sechsten Verteidiger geben wird ist noch nicht entschieden. Klar ist nur, dass mit Mattias Ohlund zukünftig ein heißer Kampf um die sechs Plätze in der Verteidigung zu brennen droht. Eine Lösung wäre vielleicht eine Variante mit sieben Verteidigern.


Boucher: "Durchaus eine Möglichkeit, aber wir werden Alfi nicht auf die Tribüne setzen, wenn sie deshalb nachfragen. Dafür hat er eine zu große individuelle Klasse." Ob er diese Klasse in Edmonton noch zeigen kann steht aktuell etwas in den Sternen.