Oilers add more prospects in Draft
2011-09-12Einen echtes Arbeitstier drafteten die Oilers in Form von Garrett Meurs mit ihrem zehten Pick des Drafts an Position 146. In den vergangenen zwei Spielzeiten war Meurs für die Plymouth Whalers in der OHL am Puck und dort konnte der aus Ontaria stammende Center seine Defensivqualitäten immer mehr in den Vordergrund bringen. Verbesserungswürdig jedoch bleibt sicherlich die Punktausbeute von Meurs, der im Vergleich zu seinem OHL-Premierenjahr sich nur um sechs Punkte steigern konnte und bei den Toren gar von 16 auf 10 abfiel. Zwei Jahre Entwicklungszeit liegen aber noch vor dem 5ft11 großen Stürmer in denen er auch diese Aspekte auf das nächsthöhere Level heben kann.
Nathan Lieuwen war die Wahl der Edmonton Oilers an Pick 153 und damit war er der zweite Torhüter den Edmonton 2011 auswählte. Lieuwen gewann mit den Kootenay Ice die Meisterschaft in der WHL und wusste in Regular Season (90,3% Fangquote, bei 2,79 GAA) als auch Play-Offs (92,3% und 2,24 GAA) vollends zu überzeugen. Wie auch Tuohimaa galt Lieuwen als Overager im Draft, denn er war in den Drafts 2009 und 2010 verfügbar, wurde aber von keinem Team ausgewählt.
"Lieuwen war die letzten Jahren durch die Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung gehandicapt, ist aber wieder voll auf dem Damm und an Qualität und Engagement hat es ihm nie gemangelt. Wir sind überzeugt davon, dass Nathan Lieuwen sich die Chance auf eine NFHL-Karriere hart erarbeitet und mit Leistung auch verdient hat", wusste GM Edel die Wahl des 6ft5 grossen Torhüters aus Abbotsford zu erklären.
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Fand bisher wenig Vertrauen bei NFHL-Managern ehe ihn die Oilers ihn im dritten Jahr seiner Verfügbarkeit zogen: Nathan Lieuwen
Den dritten Goalie zogen die Oilers an 167 mit dem in Winnipeg geborenen Jason Kasdorf. Kasdorf ist mit 6ft4 ein grossgewachsener Torhüter, der aber nur wenigen Experten bekannt war, da er unterklassig in der MJHL für die Portage Terriers im Tor stand. In Zukunft wird er versuchen für das Rensselaer Polytechnic Institute den Kasten sauber zu halten. Bei Kasdorf rechnet man von Beginn an damit, dass er seine vollen vier Jahre in der NCAA verbringen wird. Ein klassisches 'draft and follow' Prospect für die Oilers also.
Fast eine Art Novum gab es an Pick 171, denn mit Peter Ceresnak wählten die Oilers einen 6ft3 und 209 lbs schweren Verteidiger von Dukla Trencin aus. In der Offseason unterzeichnete mit Radek Dvorak bereits ein Tscheche einen Vertrag in Edmonton und nun haben die Oilers noch einen slowakischen Verteidiger in der Pipeline. Ceresnak wird kommende Spielzeit in der OHL für die Peterborough Petes aufs Eis gehen, die ihn im Import Draft der CHL auswählten, was den Verantwortlichen der Oilers in die Karten spielte.
"Wir können sicherlich nicht bestreiten, dass Ceresnak uns interessiert hat, aber die positive Nachricht, dass er in die OHL gehen wird, gab dann den Ausschlag. Peter ist ein großer Spieler, der noch an seiner Beweglichkeit arbeiten muss. Ich würde ihn schon durchaus als 'mean' bezeichnen, aber eben auch als technisch beschlagen", so Headscout Scott Young.
Abzuwarten bleibt inwieweit sich der junge Slowake auf das Leben in Nordamerika als auch die kleinere Eisfläche wird umstellen können. Young gab noch an, dass ein anderes Team - man munkelt die Chicago Blackhawks - stark an Ceresnak interessiert war aber letztlich keinen Weg fand Ceresnak zu draften. Man müsse das als Qualitätsmerkmal sehen, wenn sich mit den Blackhawks der Status Quo der NFHL nach dem Spieler die Finger leckt.
Den zweiten Spieler aus der USA draftete Edmonton dann an Position 173 mit Garrett Haar, allerdings ist er auch der zweite Spieler aus Californien, was durchaus eine Besonderheit darstellt. Aktiv war er aber nicht in Californien, sondern für die Fargo Force (North Dakota) in der USHL. Mit 7 Toren und 16 Vorlagen war er für einen Verteidiger dort recht produktiv, obwohl er mehr ein Zwei-Wege-Verteidiger ist. Weiter geht es ab kommender Saison für Haar an der Western Michigan University in der NCAA.

Zweiter Draftee aus Californien: Garrett Haar
An 183 ging es für die Oilers nach New England für den dritten Amerikaner. Genau gesagt war die St. John´s Prep Highschool das Ziel mit Colin Blackwell in der Mannschaft. Der kleine Center erzielte in nur 25 Spielen 33 Tore als auch 33 Vorlagen und wird in Zukunft erstmal in der NCAA für Harvard auflaufen.
Aus der WHL holten die Oilers mit Dylan Wruck einen kleinen Linksaussen, der mit 38 Toren und 40 Vorlagen eine starke Statistik in der letzten Saison sein Eigen nennen kann. Wruck, von Experten 'Wrucking Ball' genannt, ist ein aggressiv und hart arbeitender Spieler, der aber körperlich noch zulegen muss und auch kommende Runde quasi vor der Haustür bei den Edmonton Oil Kings auflaufen wird. Ein klarer 'Reach' der Oilers an Pick 192.
Mit ihrem letzten Pick des Drafts 2011 zogen die Edmonton Oilers an 209 Matthew Peca, der nicht mit dem Ex-NFHLer Michael Peca verwandt ist. Peca hat zuletzt nur Tier II Hockey in der CJHL für die Pembroke Lumberkings gespielt. In 50 Spielen kam der nur 5ft9 große Center auf 26 Tore und 46 Vorlagen, was auch mehrere Teams aus der OHL als auch QMJHL um ihn buhlen liess, letztlich entschied er sich aber für die NCAA und ein Studium an der Quinnipac University, wo er die kommenden Jahre auch an seiner Eishockeykarriere feilen wird.
Interessant ist teils die Größe der gedrafteten Spieler, denn die drei gedrafteten Goalies sind 6ft2, 6ft4 und 6ft5 groß, während die letzten vier Spieler - also die klassischen Reaches - allesamt die 6ft0-Marke nicht erreichen. Zufall oder Plan?
"So etwas planen wir nicht. Wir gehen rein nach Qualität und wenn wir von einem Spieler überzeugt sind und ihn in unserer Franchise haben wollen, dann tun wir dies. Wir haben dieses Jahr beispielsweise auch mit Peter Ceresnak einen Slowaken gedraftet. Der letzte Spieler aus dem Osten Europas den wir gezogen haben war Zbynek Hrdel im Jahr 3. Qualität und Überzeugung unsererseits entscheiden", stellte GM Edel nach entsprechender Nachfrage klar.
Insgesamt wählte man sechs Spieler aus der WHL und drei Spieler aus der OHL aus. Aus der NCAA selbst kam ein Spieler sowie zwei Spieler aus Europa mit Tuohimaa aus Finnland und Ceresnak aus der Slowakei. Fünf Draftpicks wurden auf Tier II-Spieler verwendet, die dann kommende Runde in der NCAA dem Puck nachjagen werden. Ausgelassen wurde die QMJHL, die dann aber im Nachklang des Drafts in Erscheinung trat.
Charles Landry, 20 Jahre alter Verteidiger der Montreal Juniors, unterzeichnete nach dem NFHL-Draft einen Entry-Level-Contract bei den Edmonton Oilers. Zuletzt konnte der aus Napierville (Quebec) stammende Verteidiger 40 Punkte in 57 Spielen sammeln.
"Wir hatten ihn vor dem Draft bereits auf dem Schirm und hatten auch am Samstag kurzzeitig überlegt ihn in Runde sieben zu draften. Letztlich haben wir es aber auch so geschafft diesen talentierten Verteidiger anderweitig in unsere Franchise zu integireren. Charles hat sich seit seinem Debut in der QMJHL prächtig entwickelt," wusste GM Edel den Spieler zu beschreiben und gab sogleich auch einen Ausblick: "Wenn er nicht stehen bleibt, dann hat er alle Möglichkeiten auch in der NFHL seinen Mann zu stehen. Das gilt auch für alle Spieler die wir im Draft gezogen haben. Wir bieten die Möglichkeit sich zu einem NFHL-Spieler zu entwickeln und nun ist es hauptsächlich an den Spielern unsere Auswahl zu rechtfertigen!"
Mit Curt Gogol hat noch ein weiterer Spieler ein Vertragsangebot der Oilers erhalten, aber bislang noch keine Entscheidung bekanntgegeben. Hier wird in Kürze mit Neuigkeiten zu rechnen sein.
Abschliessend gab die Franchise der Oilers noch ihr Testprogramm bekannt, das zum Auftakt ein Gastspiel in Tampa Bay beinhaltet. Weiter wird es Spiele in Toronto, Philadelphia, New Jersey, Chicago, Dallas und San Jose geben, ehe die Oilers am 27.September die Columbus Blue Jackets zum ersten Spiel der neuen Saison in Edmonton herausfordern werden. Bis 4.Oktober wird es noch weitere Testspiele der Oilers - auch in Edmonton - geben. Dem GM nach zu Folge wird es in Bezug auf den Kader bis dahin keine weiteren Abgänge geben, denn mit dem vorhandenen Kader sei die Qualifikation für die Play-Offs als auch ein harter Kampf um die Northwest Division möglich und das sei dieses Jahr das Ziel: Play-Offs und Sieg in der Division.