Edmonton: Fountain of trades
2011-06-09
Die Offseason ist jedes Jahr für NFHL-Teams wie ein Basar. Vieles ist im Angebot und alles und jeder ist ständig in Bewegung. Das schliesst auch die Edmonton Oilers der letzten Wochen nicht aus, die auf dem Basar als Käufer als auch Verkäufer überaus aktiv waren.
Zuletzt eingekauft hat man am Stand der New York Islanders und von dort Eric Brewer zurück nach Edmonton geholt. Brewer gehört damit ebenso zum neuen Defensivverbund wie auch Jared Spurgeon, der zusammen mit Greg Campbell bereits vor einer Woche von Long Island nach Alberta kam.
Für Campbell und Spurgeon gaben die Oilers mit Carter Ashton, Julian Melchiori und Patrick McNally drei Nachwuchsspieler ab. Ebenfalls involviert waren auf beiden Seiten diverse Draftpicks.
Einen Draftpick der 2.Runde kostete Edmonton auch der mittlerweile 32 Jahre alte Eric Brewer, der der Defensive ein höheres Maß an Stabilität bringen soll.

Curtis Hamilton: seine Unterschrift unter den ersten Profvertrag wird in wenigen Tagen erwartet
Verlassen hat die Defensivabteilung Robyn Regehr, der zu den zuletzt so erfolgreichen Atlanta Thrashers gewechselt ist. Im Austausch für das Verteidigungsmonster Regehr erhielt Edmonton nebst einem Draftpick noch Nachwuchscrack Curtis Hamilton.
Bezüglich des Nachwuchses gab es noch einen interessanten Trade mit den Anaheim Ducks, der Jaden Schwartz nach Edmonton brachte für John Moore und Greg McKegg. GM Edel dazu: "Wir hatten Schwartz auf unserer Draftliste letztes Jahr sehr weit oben angesiedelt, aber keinen passenden Pick, daher sind wir umso glücklicher, dass es uns nun gelungen ist Jaden nach Edmonton zu bringen. Im gleichen Atemzug müssen wir aber auch sagen, dass es der ganzen Franchise nicht leicht fiel sich von John Moore als auch Greg McKegg zu verabschieden. Moore hat letztes Jahr bereits in der NFHL die erste kleinen Testschritte gemacht und ich denke, dass er ein guter NFHLer werden wird. Das denken wir von Jaden Schwartz aber auch, der uns ein zusätzliches spielerisches Element in der Offensive geben wird."

Jaden Schwartz: mit einem Jahr Verspätung in Edmonton angekommen
Auch im Sturm tat sich etwas in Alberta, denn Sam Gagner hat Edmonton verlassen und wird zukünftig für die Dallas Stars spielen. Zuletzt war der Center immer mehr in Ungnade bei Coach Boucher gefallen und so kommt der Trade für Insider nicht überraschend. Aus Dallas kommt neben Draftpicks noch Defender Mark Pysyk, der in der WHL für die Edmonton Oil Kings, also vor der Haustür, seine Lehrjahre durchschritten hat.
Keine Veränderung gab es im Tor, wo weiterhin Cam Ward das volle Vertrauen der Verantwortlichen genießt. Einen Back-Up hat man noch nicht gefunden und scheint auch nicht danach zu suchen. Bezüglich nachrückender Spieler und der Zukunft der Franchise gab Coach Guy Boucher einen kleinen Ausblick: "Unser letztjähriger Draftpick Taylor Hall wird in wenigen Tagen einen Vertrag bei uns unterzeichnen und mit ihm als auch mit Jordan Eberle planen wir fest in Edmonton. Neu kommen mit Brewer und Spurgeon zwei Defender hinzu, wobei ich hier ganz klar sage, dass wir uns um eine weitere Ergänzung auf dem UFA-Markt bewerben werden. Ich möchte kommende Saison die Möglichkeit haben auch mit sieben Verteidigern zu spielen und es braucht eine gesunde Mischung aus Jugend und Routiniertheit - Letzteres muss noch etwas ergänzt werden. Im Sturm gibt es abseits von Eberle und Hall wenig Veränderungen aktuell. Mit Greg Campbell haben wir einen guten Penaltykiller bereits geholt. Auch hier werden wir noch einen Rosterspot für einen Unrestricted Free Agent frei halten um noch an Routine zuzulegen. Unser Management ist aktuell dabei einen Trade auszuarbeiten der eine Änderung im Sturm bringt. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen, aber ansonsten bin ich mit dem Kader soweit zufrieden und denke, dass wir uns weiterentwickeln und den Calgary Flames wieder die Northwest Division streitig machen können."
Insider vermelden, dass der vor kurzer Zeit erst nach Edmonton gekommene Brad Boyes heiss umworben ist und wohl innerhalb der Western Conference nochmals getradet werden könnte. Abseits dieser Personalie gelten der bisherige Goalie der Seattle Freeze, Matt Climie, und Nachwuchsstrümer Willie Coetzee als potenzielle Abgänge. Ungeklärt scheint die Zukunft von Jean-Francois Jacques und Troy Bodie als auch von Robert Nilsson und Anders Eriksson.
"Wir sind in Gesprächen mit den Agenten von Robert und Anders. Wenn, dann können wir ihnen nur einen Platz in Seattle anbieten. Es ist auch die Frage was sie wollen - für uns haben sie erstmal einen gültigen Vertrag. Bei Jacques und Bodie muss man abwarten. Wir werden sicherlich noch einen Stürmer als Free Agent verpflichten und dann wäre nur für einen der Beiden Platz im Roster. Letztlich ist das alles Zukunftsmusik. Wir sind in Gesprächen, wir haben Vorstellungen und die Spieler auch. Alles Weitere wird man sehen", so GM Edel zur Lage um die vier Spieler. Einen weiteren Konkurrenten könnten Jacques und Bodie in Form von Petteri Nokelainen haben, der aus Calgary nach Edmonton gekommen ist. Seine Rolle ist auch den Leuten nah am Team noch nicht klar.
Auch während der Play-Offs in der NFHL lag das Management der Oilers aber nicht auf der faulen Haut sondern suchte in der NFHL als auch in anderen Ligen nach Verstärkungen. Man glaubt mit Torhüter Viktor Fasth und Stürmer Mathias Sjogren zwei Spieler in der schwedischen SEL gefunden zu haben, die über kurz oder lang in die NFHL aufrücken können. Abseits dieser beiden wurde noch das Raubein Kyle Hagel für die Seattle Freeze unter Vertrag genommen. Weitere Perspektivspieler mit einem Entry-Level-Contract sind Defender Taylor Fedun, Stürmer Mike Sislo und der Schweizer Alain Berger, die allesamt als Free Agents in Edmonton für drei Jahre ihre Zusage gaben und in Seattle erstmals Profiluft schnuppern werden.