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Edmonton: GFHL Draft 2009

2009-08-24

Nach erfolgreicher Saison mit dem Gewinn der Western Conference stand für die Edmonton Oilers heute der Draft 2009 an, nachdem man dem aktuellen GFHL-Kader in Form von Vertragsverlängerungen und Trades ein etwas verändertes Gesicht für die kommende Runde gegeben hat. Zum ersten Mal in der GFHL-Geschichte der Edmonton Oilers hatte man kein Zugriffsrecht in Runde 1 und musste somit bis zum 32. Pick des Drafts warten ehe man den ersten Nachwuchsspieler für die Oilers gewinnen konnte.

In Runde zwei an 32 wählten die Oilers mit Ethan Werek einen Center von den Kingston Frontenacs aus der OHL direkt gefolgt von Defender Stefan Elliott (Saskatoon Blades/WHL) an 33, der ebenfalls nach Edmonton ging. Elliott gilt als spielstarker Defender, der zuletzt das Powerplay einer starken WHL-Truppe aktiv mitzugestalten wusste und daher die Aufmerksamkeit der Scouts errang. Während Defender Elliott durchaus leichtfüßig seinem Job auf dem Eis nachgeht gilt eben jene Disziplin bei Werek noch als der kleine Schwachpunkt. Werek ist ein großer Center der nicht nur als Passgeber und Torjäger zu überzeugen weiß, sondern auch seine Defensivaufgaben nicht vernachlässigt und als kompletter Stürmer mit verbesserbarem Skating gilt.

Zuletzt 32 Tore und 32 Vorlagen in 66 Spielen für Kingston: Ethan Werek

Mit dem 72ten Pick ging mit Sami Vatanen in Runde drei ein zweiter Defender ins Netz der Oilers. Wie Elliott ist auch der Finne Vatanen ein kleiner, eher offensiv ausgerichteter Defender. Als Ergänzung zu den zwei offensiven Defendern Elliott und Vatanen wählte Edmonton an Position 90 mit dem Schweden Alexander Urbom einen eher passiven, harten Defender aus. Urobm war zuletzt bereits teilweise für Djurgardens Stockholm in der höchsten schwedischen Spielklasse aktiv, aber wird zur kommenden Spielzeit seine Chance in der WHL bei den Brandon Wheat Kings suchen und somit vor der Haustür der Oilers versuchen sein Spiel zu verbessern.

Die vierte Runde sah für die Oilers einen Doppelpick vor an 98 und 99.  Die Wahl fiel hierbei auf zwei Spieler der Ontario Hockey League mit Torhüter Edward Pasquale von den Saginaw Spirit und Defender Ben Chiarot von den Guelph Storm. Pasquale hatte in der vergangenen Runde in einem durchschnittlichen OHL-Team oftmals den Unterschied ausgemacht und sein Team zu einigen Siegen getragen, was die Oilers letztlich überzeugte den 98ten Pick für den Goalie einzusetzen. Ben Chiarot, bereits Verteidiger Nummer vier für die Oilers nach sechs Picks, gehört zur Gattung 'Stay-at-home'-Defender. In 67 Spielen für Guelph gelangen im ihm nur 12 Punkte (2 Tore), aber teamintern hatte er die zweitbeste Plus/Minus-Bilanz und sein gutes Stellungs- als auch Körperspiel gab den Ausschlag dafür, dass sich Edmonton für ihn entschied.

Pick 98 der Oilers: Goalie Edward Pasquale von den Saginaw Spirit

Tyler Randell von den Kitchener Rangers war der zweite Stürmer den Edmonton auswählte mit dem 130ten Pick. Randell, ein aggressiver Stürmer mit hartem Zug zum Tor, hatte lange in der OHL bei den Belleville Bulls mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, aber seit seinem Trade zu den Rangers zeigt sein Formbarometer stetig nach oben. Letzte Runde kam Randell auf 37 Punkte in 73 Spielen in der OHL.

Einen kleinen Scorer zogen die Oilers in Form von Brandon Kozun, der in der WHL für die Calgary Hitmen zuletzt 108 Scorerpunkte sich gutschreiben ließ. Problematisch ist seine eher geringe Größe und auch sein eher körperfremdes Spiel, sodass Kozun auch in Runde 6 noch für Edmonton erhältlich war. Mit Luke Walker von den Portland Winter Hawks blieben die Edmonton Oilers in der WHL bei ihrem 193ten Pick und wählten einen Spieler, der nach Angaben der Scouts der Oilers im letzten Jahr einen deutlichen Sprung gemacht hat und als recht kompletter Stürmer auf sich aufmerksam machte.

Aufmerksam wurden die Oilers auch auf Beau Schmitz für den Pick 209 verwendet wurde. Schmitz entschied sich erst spät gegen die NCAA-Route und ging nach Plymouth zu den Whalers in die OHL. Dort litt er unter Startproblemen, aber konnte im Verlauf der Saison, ähnlich wie Randell, immer mehr Sicherheit gewinnen. Schmitz, als eher kleiner Defender, ähnelt von der Spielweise her wieder Stefan Elliott und Sami Vatanen, womit deutlich wurde welche Bereiche die Edmonton Oilers hauptsächlich verbessern wollten im Draft 2009. Mit dem letzten Pick des Drafts 2009 zogen die Chicago Blackhawks übrigens den Spieler, der, laut einigen Scouts der Oilers, fast gleichauf mit Schmitz lange im Rennen war um den letzten Pick der Oilers: Sam Calabrese. Auch Calabrese hätte in das Schema des kleinen, offensiv ausgerichteten Verteidigers gepasst.

Offensivverteidiger Beau Schmitz: 37 Punkte in 66 Spielen in der OHL

Nach dem Draft waren die Oilers zu keiner offiziellen Stellungnahme bereit, jedoch war durch freudig gestimmte Gesichter deutlich, dass der Drafttag und die Spieler die Verantwortlichen der Oilers durchaus zufriedenstellen. Was zur vollkommenen Zufriedenheit wohl noch fehlt sind letzte Ergänzungen auf dem Free Agent Markt, der in Kürze seine Toren öffnet, ehe die Edmonton Oilers die Pre-Season mit einem Spiel gegen die Chicago Blackhawks eröffnen werden.