Oilers unter Druck: Play-Offs sind Pflicht
2008-12-23Eine aktive Offseason liegt hinter den Edmonton Oilers, die auch dieses Jahr einige Spieler im Teams austauschten. Gründe gab es, wie immer, so Einige, aber vor allem die aufrückenden Talente zwangen die Teamführung zu Trades. Tom Gilbert, Andrew Cogliano, Robert Nilsson und Sam Gagner werden fest zum Team gehören, während Kyle Brodziak noch in Wartestellung verweilen muss.
Abseits dieses Quartetts konnten die Edmonton mit Paul Kariya einen erfahrenen Winger als Unrestricted Free Agent verpflichten. Kariya, der vor Jahren bereits eine gute Saison für die Oilers bestritt, unterschrieb einen 3-Jahresvertrag über 4 Millionen Dollar pro Saison. Via Trade kam mit Markus Näslund ein Rightwing, der mit Kariya zusammen die zuletzt schwächelnde Offensive beleben soll.
Zwei weitere Stürmer sind neu in Edmonton: Center Brendan Morrison und Winger Thomas Vanek. Der aufstrebende Österreicher Vanek kam von den Montreal Canadiens, für die er letzte Saison 43 Tore markierte, aber dennoch sieht man ihn in Edmonton nicht am Ende in seiner Entwicklung.
Während Kariya, Näslund und auch Vanek hauptsächlich für die Offensive zuständig sind, wurde mit Brendan Morrison ein Spieler verpflichtet, der zwar auch seine Punkte beisteuern wird, aber, ähnlich wie Jarret Stoll, eine defensive Verantwortung in die jeweilige Reihe bringt.
Mit dem bereits genannten Stoll, Ethan Moreau, Colby Armstrong, Fernando Pisani, Kyle Calder und Marty Reasoner stehen aber auch einige bekannte Gesichter in den Sturmreihen der Oilers.
Auch in der Defensive haben die Oilers einige neue Gesichter zu begrüßen, allen vorran Mattias Ohlund. Der schwedische Verteidiger hat die letzten neun Spielzeiten immer das Trikot der St.Louis Blues getragen und soll auch in Edmonton eine ähnliche Rolle wie in St.Louis spielen und mit Dion Phaneuf zusammen die Verteidigung führen. Neu sind desweiteren, neben Rookie Tom Gilbert, auch Brad Lukowich, Patrice Brisebois und Randy Jones. Während Lukowich vor allem das Unterzahl verbessern soll ist die Rolle von Brisebois, Jones und auch Gilbert noch nicht eindeutig beschrieben. Alle Drei könnten offensiv dem Spiel Impulse geben, aber einen Platz sicher im Team hat bislang keiner von ihnen.
Im Tor gab es keine entscheidende Veränderung. Zwar hat man mit Johan Holmqvist einen neuen Torhüter verpflichtet, dieser wird aber ganz klar die Rolle des Back-Ups übernehmen und nur zum Einsatz kommen wenn Cam Ward eine Pause benötigt.
Headcoach Marc Crawford bestätigte, dass die Oilers mit 22 Spielern in die Saison gehen. Nach der Pre-Season zu urteilen scheinen Kyle Calder, Robert Nilsson, Tom Gilbert und Patrice Brisebois die Wackelkandidaten zu sein, die sich unter Umständen regelmäßig in der Press-Box wiederfinden könnten, sofern es keine verletzungsbedingten Ausfälle gibt.
Auch hinlänglich der Zielsetzung sprach Crawford deutliche Worte: 'Wir wollen ohne Wenn und Aber die Play-Offs erreichen und den Colorado Avalanche das Leben schwer machen und möglichst den Division-Titel nach Edmonton holen. Wir sind weiterhin eine junge Mannschaft, aber wir haben uns prächtig entwickelt und gut ergänzt, weshalb ich daran glaube, dass wir für keine Mannschaft in der Liga ein angenehmer Gegner sein werden!'
Defender Bryce Salvador hat unterdessen, nach wenig überzeugender Leistung in der Pre-Season, die Freigabe erhalten und wird mit den Anaheim Ducks in Verbindung gebracht, nachdem unter der Woche mit Randy Jones schon sein Nachfolger verpflichtet wurde. Um seine Freigabe bat auch Rightwing Chris Thorburn, der auf einen Platz in Edmonton spekulierte, aber deutliche Signale bekam, dass er nur für das Farmteam in Seattle eingeplant ist. Für Thorburn fehlen bislang aber Interessenten, sodass er wohl die Saison in Seattle zubringen wird, das mit Jason Krog, Gilbert Brule, Mikael Renberg und Bryan Muir prominente Verstärkung erhielt. Die Avengers, unter Coach Kelly Buchberger, scheinen gerüstet zu sein für die kommende GMHL-Saison, denn ds Team hat neben aufstrebenden Youngstern auch einige Routiniers im Kader, die die jungen Spieler führen sollen.
Auch am Draft waren die Oilers traditionell aktiv und versuchten das Bild der Franchise abzurunden. Mit Jordan Eberle wurde ein klassischer Torjäger gedraftet, während der zweite Wunschspieler erst kurz nach dem Draft via Trade verpflichtet werden konnte. Tyler Myers wurde von den Montreal Canadiens gedraftet, die den 6ft6 grossen Verteidiger aber sogleich nach Edmonton abgaben. Desweiteren sicherten sich die Oilers die Rechte an einigen weiteren Nachwuchsspielern, die aber allesamt noch einige Zeit in den Junioren-Ligen oder am College verbringen werden - ganz anders als Sam Gagner, der erste Draftpick der Oilers 2007, der diese Saison bereits fest zum Kader der Oilers gehören wird.
Auf ihn und die anderen Rookies sind die Fans ebenso gespannt wie auf Kariya, Näslund und Ohlund, die bisher starke Figuren bei ihren bisherigen Teams abgaben und dies auch in Edmonton tun sollen, um das Team sicher in die Play-Offs zu führen, wo die Teamführung das Team auch sehen möchte.
Sam Gagner hat bislang überzeugt und wird bereits dieses Jahr seine Rookie-Saison für die Oilers bestreiten.
