GM baut halbes Team um
2026-09-23Colorado Avalanche: General Manager krempelt das
halbe Team für die Saison 2026/27 um
Die Off-Season 2026 war für die Colorado Avalanche alles andere als ruhig. Nach dem Saisonende standen den Verantwortlichen rund um den General Manager David einige arbeitsintensive Wochen bevor. Für die kommende Saison 2026/27 befanden sich lediglich 36 Spieler unter Vertrag.
Verabschieden musste sich die Organisation von Alex Pietrangelo, Andrew Poturalski, Brett Murray, Dennis Gilbert, Dylan McIlrath, Evander Kane, Garnet Hathaway, Jack LaFontaine, Joel Hanley, Josh Dunne, Justin Dowling, Kevin Hayes, Kieffer Bellows, Mark Friedman, Mattias Ekholm, Olli Määttä und Ondrej Palát.
Zusätzlich entschied sich die Franchise, den Restricted Free Agents Ben King, Gage Alexander, Lukas Parik, Timur Ibragimov und Urho Vaakanainen keine neuen Verträge anzubieten.
Es war also klar: Die Avalanche würden in der Free Agency aktiv werden müssen.
Angriff in der UFA-Phase
In den vergangenen Jahren zog Colorado bei vielen Wunschspielern den Kürzeren. Dank der gestiegenen Salary Cap entschied sich das Management diesmal jedoch für einen offensiveren Ansatz und war bereit, etwas mehr Risiko einzugehen.
Der Plan ging auf.
Am Ende landeten sogar mehr hochklassige Verpflichtungen in Denver als ursprünglich budgetiert worden waren. Die Verantwortlichen mussten zwischenzeitlich selbst schmunzeln, denn fast mehr Wunschspieler als erwartet fanden den Weg nach Colorado.
Ganz so entspannt, wie es im Nachhinein klingt, verlief die UFA-Phase allerdings nicht. Nachdem bereits früh mehrere hochkarätige Stürmer unterschrieben hatten, begann beim General Manager langsam die Nervosität zu steigen. Zeitweise stand die Befürchtung im Raum, dass der verfügbare Salary Cap bereits ausgeschöpft sein könnte, bevor die dringend benötigten Verstärkungen für die Verteidigung verpflichtet werden konnten. Besonders nach den Abgängen von Alex Pietrangelo und Olli Määttä wäre dies ein erhebliches Problem gewesen.
Als schliesslich mit Mattias Ekholm und Josh Manson die gewünschten Lösungen für die Defensive gefunden werden konnten, fiel dem Management ein spürbarer Stein vom Herzen. Rückblickend betrachtet verlief die Off-Season sogar erfolgreicher als erwartet. Der Kern der Mannschaft war bereits vorhanden, doch mit den vielen Ergänzungen und Verstärkungen herrscht rund um die Avalanche eine Aufbruchsstimmung wie schon lange nicht mehr.
Die Neuzugänge
Nikita Kucherov
Der Superstar kommt von den Buffalo Sabres, bei denen er die letzten vier Jahre unter Vertrag stand. Die vergangene Saison verlief mit einer Minus-28-Bilanz allerdings enttäuschend. Die Avalanche hoffen nun, dass ihm der Tapetenwechsel neuen Schwung verleiht und er wieder zu den produktivsten Flügelstürmern der Liga gehört.
Sam Bennett
Bennett wechselt aus Boston nach Colorado. In Denver soll er die Härte und Aggressivität ins Spiel bringen, die nach dem Abgang von Evander Kane verloren gegangen ist.
Brian Rust
Der ehemalige Blue Jacket soll vor allem die Torproduktion ankurbeln und zusätzliche Gefahr in den oberen Forward-Reihen erzeugen.
Mattias Ekholm
Eine wichtige Unterschrift. Nachdem Ekholm bereits per Trade ins Team gekommen war, entwickelte er sich schnell zu einem wichtigen Baustein der Defensive. Folgerichtig einigten sich beide Seiten auf eine weitere Zusammenarbeit.
Josh Manson
Mit Manson verstärken die Avalanche ihre defensive Stabilität und holen zusätzliche Härte ins Team.
Anthony Mantha
Der Flügelstürmer kommt aus Chicago und soll für zusätzliche Scoring-Tiefe sorgen.
Justin Faulk
Faulk wurde via Trade von den Vegas Golden Knights verpflichtet. Mit 52 Punkten zählte er vergangene Saison zu den offensiv produktivsten Verteidigern der Liga. Defensiv zeigte er zwar gelegentliche Schwächen, doch seine Fähigkeiten im Spielaufbau und Powerplay machen ihn zu einer wertvollen Verstärkung.
Tomas Nosek
Der erfahrene Center wird hauptsächlich im vierten Block zum Einsatz kommen. Seine defensiven Qualitäten und seine Einsatzmöglichkeiten im Penalty Killing sollen die Mannschaft entlasten.
Jonas Johansson
Johansson wird die Rolle des Backup-Goalies übernehmen. Nach den Torhüterproblemen der vergangenen Saison wollte das Management hier eine zusätzliche Absicherung schaffen.
Carson Soucy
Der robuste Verteidiger erweitert die Tiefe in der Defensive und bietet wertvolle Optionen für verschiedene Spielsituationen.
Anthony DeAngelo
DeAngelo ist vorerst als Ersatzspieler eingeplant. Die letzten sechs Jahre stand er bei den Jets unter Vertrag und fiel vor allem durch seine schwache Plus-Minus-Bilanz auf. Die Avalanche hoffen, dass er in einer neuen Umgebung sein Potenzial besser ausschöpfen kann.
Auch das Farmteam wurde verstärkt
Umauf die minum 50 Spieler zukommen, mussten auch Spieler für das Farmteam geholt werden.
Xavier Parent
Travis Mitchell
Mason Geertsen
Matt Kiersted
Justin Dowling
Dowling kehrt zur Organisation zurück.
Damit verfügt die Organisation nun wieder über die notwendige Kadertiefe und erfüllt das vorgeschriebene Minimum an unter Vertrag stehenden Spielern.
Entlastung für Hellebuyck
Ein Hauptziel dieser Off-Season war die Entlastung von Connor Hellebuyck.
Der Star-Torhüter absolvierte in der vergangenen Saison unglaubliche 79 Spiele und gewann zahlreiche Partien nahezu im Alleingang. Gleichzeitig musste das Management feststellen, dass sein Ranking spürbar zurückgegangen ist. Eine ähnliche Belastung wird in Zukunft kaum mehr möglich sein.
Entsprechend lag der Fokus darauf, die Defensive zu stärken und dem Torhüter mehr Unterstützung zu verschaffen. Die Abgänge von Alex Pietrangelo und Olli Määttä machten umfangreiche Anpassungen notwendig. Mit Justin Faulk, Josh Manson und der Weiterverpflichtung von Mattias Ekholm glauben die Verantwortlichen jedoch, sowohl defensiv als auch offensiv besser aufgestellt zu sein.
Das grosse Ziel bleibt bestehen
Auch offensiv hat Colorado kräftig aufgerüstet. Mit Nikita Kucherov, Brian Rust, Anthony Mantha und Sam Bennett wurde viel zusätzliche Firepower verpflichtet. Gleichzeitig sorgen Spieler wie Tomas Nosek sowie die weiterhin starken Defensivstürmer Shane Pinto, Phillip Danault und Kiefer Sherwood für die nötige Balance im Kader.
Auf dem Papier gehört dieses Team zweifellos zu den stärksten Mannschaften, die der General Manager in Colorado jemals zusammengestellt hat. Mit Kucherov, Rust, Bennett und Mantha wurde viel zusätzliche Offensivkraft verpflichtet. Gleichzeitig soll die verstärkte Defensive rund um Ekholm, Faulk und Manson dafür sorgen, dass Connor Hellebuyck künftig weniger Spiele im Alleingang entscheiden muss.
Das Ziel bleibt unverändert: Der Stanley Cup soll endlich nach Colorado kommen.
Die Voraussetzungen dafür waren jedenfalls selten so gut wie vor der Saison 2026/27. Nun liegt es an den Spielern, die hohen Erwartungen zu erfüllen und das Potenzial dieses Kaders auch auf dem Eis abzurufen. Die Konkurrenz in der NFHL schläft nicht, doch die Avalanche haben ein klares Zeichen gesetzt: Colorado will nicht nur mitspielen, sondern um den Titel kämpfen.
